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02mysoup-aa

Morgen ist Stichwahl in Frankreich und viele – ich lese es in Zeitungen, Onlinemedien und hier auf Privataccounts – sind entsetzt, ja fassungslos, weil einige Linke (in Frankreich und Deutschland) es wagen, nicht explizit zur Wahl Macrons aufzurufen (oder gar äußern, nicht zur Kabine schreiten zu wollen).
Ich lehne mich aus dem Fenster und sage, dass die Erregung darüber entweder Ausdruck von, na ja, Dummheit oder, auch nicht besser, Perfidie ist.
Mit Macron steht, wie ich das einschätze, ein Mann zur Wahl, der für genau die neoliberale, wirtschaftshörige Politik steht, die Le Pen mit Stimmen versorgt. Typen wie Macron sind es auch, die linke Ideen zu Sozialstaat und Arbeitsbedingungen regelmäßig als spinnerte Träumereien oder staatsgefährdendes Gedankengut diskreditieren. Und da wagen die es jetzt, nicht beim großen Hurra mitzumachen, nicht auf den französischen Schulzzug aufzuspringen – – –
Was diese Erregungsartikel und -posts implizieren: Wenn es morgen Le Pen macht, sind die Linken schuld. Die diskutieren nämlich zu viel, sind "gespalten" und "spalten", schwärmen herum und reden überhaupt zu klug daher. Auf die gleiche Art werden übrigens Leute zur Schnecke gemacht, die Fortschritte bei Genderfragen und Gleichberechtigung anstreben.
PS: Wenn ich in einer Stichwahl zwischen Schulz und Petry wählen müsste, bekäme der SPD-Mann mein Kreuzchen. Aber werben würde ich für diesen Esel niemals.

[Edit: v.a. zum letzten Satz bitte unten die Kommentare der Kollegen Leo Fischer und Torsten Gaitzsch beachten]

Moritz Hürtgen
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