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Berishas Verteidigungsminister Safet Zoulali (dem Beteiligung am illegalen Rauschgifthandel vorgeworfen wird) war der Architekt des Abkommens mit der deutschen Preussag, bei dem es um die Kontrolle über die albanischen Chromminen ging (gegen die Konkurrenz des US-amerikanischen Konsortiums Macalloy Inc.). Große Mengen Drogengelder wurden außerdem in Privatisierungen umgesetzt, in denen die Mafia sich Staatseigentum zuführen konnten. In Albanien führte das Privatisierungsprogramm über Nacht zur Entwicklung eines besitzenden Mittelstands, der der »freien Marktwirtschaft« fest verpflichtet war. In Nordalbanien war diese Klasse mit den Guegue-»Familien« (Clans), mit ihren Kontakten zur Demokratischen Partei, assoziiert.

NATO verbündet mit Mafia
Unter der Kontrolle von Berishas Partei wurde Albaniens größte »Pyramide« VEFA Holding von diesen Familien mit der Unterstützung von westlichen Bankinteressen gegründet. Gegen VEFA wurde 1997 in Italien wegen seiner Kontakte zur Mafia ermittelt, welche die VEFA für großangelegte Geldwäsche nutzten (The Independent, 14. Februar 1997). Nach diesem Bericht des Independent, der auf Geheimdienstinformationen beruht, waren hochrangige Mitglieder der albanischen Regierung unter Sali Berisha, sogar Kabinettsminister und Angehörige der Geheimpolizei Shik in illegale Drogen- und Waffengeschäfte ins Kosovo verwickelt. »Die Anschuldigungen sind sehr ernstzunehmen. Drogen, Waffen, geschmuggelte Zigaretten sollen alle von Shqiponja verschoben worden sein, einer Firma, die offen von der regierenden Demokratischen Partei kontrolliert wurde. ... 1996 soll der Verteidigungsminister Safet Zhulali sein Amt mißbraucht haben, um den Transport von Waffen, Öl und geschmuggelten Zigaretten zu ermöglichen. ... Drogenbarone aus dem Kosovo ... operieren in Albanien unbehelligt, der Großteil der Transporte von Heroin und anderen Drogen durch Albanien - aus Mazedonien und Griechenland auf dem Weg nach Italien - soll vom Shik organisiert worden sein, der Staatssicherheitspolizei ... Geheimdienstler sind überzeugt, daß die Befehlskette in diesem Geschäft bis ganz nach oben führt und zögern nicht, in ihren Berichten auch Minister zu nennen«. Der Rauschgift- und Waffenhandel durfte florieren, obwohl seit 1993 ein großes Kontingent von amerikanischen Truppen im Grenzgebiet von Albanien und Mazedonien das Embargo durchsetzen sollte - der Westen drückte ein Auge zu. Die Einkünfte aus dem Öl- und Rauschgifthandel wurden genutzt, um Waffen zu kaufen, oft in direktem Tauschhandel: »Öllieferungen nach Mazedonien, die dem griechischen Embargo von 1993-94 zuwiderlaufen, können genutzt werden, um den Heroinhandel zu decken, ebenso wie Waffenlieferungen an die albanischen >Brüder< im Kosovo« (Geopolitical Drug Watch, 1994). Die nördlichen Clans haben ebenfalls Kontakte mit italienischen Verbrechersyndikaten entwickelt. Im Gegenzug spielten diese eine Schlüsselrolle im Waffenschmuggel über die Adria in die albanischen Häfen von Dures und Valona. Anfang 1992 wurden hauptsächlich Waffen wie AK 47 Kalaschnikow-Gewehre, RPK und PPK Maschinenpistolen, 12.7 Kaliber schwere MGs usw. nach Albanien geschmuggelt.

Die Einnahmen aus dem Drogenhandel haben es der UCK ermöglicht, schnell eine Streitmacht von 30000 Mann aufzubauen. 1998 hat sich die UCK komplexere Systeme zugelegt, unter anderem Panzer- und Luftabwehrraketen. Belgrad zufolge wurde ein Teil der Gelder von der CIA, über eine sogenannte Regierung des Kosovo mit Sitz in Genf geschleust. Deren Washington-Büro nutzt die Dienste der PR-Agentur von Ruder Finn, bekannt für Verleumdungen der Belgrader Regierung. Ebenso hatte die UCK elektronische Überwachungsgeräte erworben, die es ihr ermöglichten, Satelliteninformationen der NATO über jugoslawische Truppenbewegungen zu bekommen. Das UCK- Trainingslager in Albanien soll sich (jugoslawischen Quellen zufolge) auf die Ausbildung an schweren Waffen konzentrieren, das heißt an raketenbetriebenen Granaten, mittlerer Artillerie und Panzer- und Transportersteuerung. Kommunikations- und Offizierstraining bilden einen weiteren Bestandteil der Ausbildung. Diese großen Waffenlieferungen an die kosovarischen Rebellen entsprachen westlichen geopolitischen Zielen.

Die »ohrenbetäubende Stille« der internationalen Medien zum Drogen- und Waffenhandel im Kosovo ist kaum verwunderlich. In einem 1994er Bericht des Geopolitical Drug Watch wird berichtet, daß »der Handel von Drogen und Waffen im Grunde nach seiner geopolitischen Bedeutung beurteilt wird. Im Kosovo befördert dieser Handel geopolitische Hoffnungen und Befürchtungen ...«

Über das Schicksal des Kosovo wurde bereits vor dem Dayton- Abkommen von 1995 entschieden. Die NATO war eine problematische »Zweckehe« mit der Mafia ingegangen. »Freiheitskämpfer« wurden eingesetzt, und der Rauschgifthandel ermöglichte Washington und Bonn »den Kosovo-Konflikt zu finanzieren«, mit dem Endziel, die Belgrader Regierung zu destabilisieren und den Balkan vollkommen neu zu kolonialisieren. Die Zerstörung eines ganzen Landes ist das Ergebnis. Westliche Regierungen, die an der NATO-Operation teilnahmen, tragen schwere Verantwortung für die toten Zivilisten, die Verarmung sowohl der albanischen und serbischen Bevölkerungen und dem Schicksal derer, die im Ergebnis der Bombardements grausam aus ihren Städten und Dörfern im Kosovo entwurzelt wurden.

* Michel Chossudovsky ist Professor der Ökonomie an der Universität von Ottawa und Autor des Buches »The Globalisation of Poverty, Impacts of IMF and World Bank Reforms«, London 1997
http://archiv.nostate.net/…/uck-durch-westen-finanziert.html

Weitere Quellen:
IM KOSOVO HAT DIE NATO EINE HERRSCHAFT DES TERRORS ERRICHTET.
Teil I: Massaker von Zivilisten im Kosovo
Teil II Von der Krajina zum Kosovo: Perspektiven
Teil III Nach dem Ende des Konflikts - Die Tagesordnung der NATO für das Kosovo
Von Michel Chossudovsky
Deutsche Fassung in der Übersetzung von Rainer Rupp

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