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Bonn und Washingtons »versteckte Agenda« bestand darin, die nationalen Befreiungsbewegungen in Bosnien und dem Kosovo mit dem ultimativen Ziel auszulösen, Jugoslawien zu destabilisieren. Letzteres Ziel wurde auch dadurch erreicht, daß man gegenüber dem Zufluß von Söldnern und finanzieller Unterstützung von islamistisch-fundamentalistischen Organisationen ein Auge zudrückte (Daily Telegraph, 29. Dezember 1993). Von Saudi-Arabien und Kuwait finanzierte Söldner hatten in Bosnien gekämpft und das bosnische Muster wurde im Kosovo wiederholt: Mutshahedin-Söldner aus verschiedenen islamischen Ländern kämpften Berichten zufolge neben der UCK im Kosovo. Deutsche, türkische und afghanische Ausbilder unterrichteten die UCK in Guerilla- und Ausweichtaktiken (Phönix, 2. April 1999).

Geldwäsche in Albanien
Laut eines dpa-Berichts vom 13. März 1998 wurde finanzielle Unterstützung für die UCK aus islamischen Ländern über den ehemaligen Chef des albanischen Nationalen Informationsdienstes, Bashkim Gazidede, geleitet. »Gegen Gazidede, der im März 1997 aus Albanien floh, wird seit 1998 wegen seiner Kontakte zu terroristischen islamischen Organisationen ermittelt«, so dpa. Die Versorgungsrouten zur Bewaffnung der UCK- »Freiheitskämpfer« führen durch die zerklüfteten, bergigen Grenzregionen zwischen Albanien und dem Kosovo sowie Mazedonien. Albanien ist zudem eine Schlüsselstelle für den Drogentransport über den Balkan nach Westeuropa. Laut der amerikanischen DEA werden von der Türkei aus vier bis sechs Tonnen Heroin pro Monat , das sind 75 Prozent der Gesamtmenge, nach Europa transportiert. Nach Berichten des BKA sind »die Albaner die wichtigste Gruppe bei der Verteilung von Drogen in den westlichen Konsumgesellschaften«.

Um gedeihen zu können, brauchen die kriminellen Drogensyndikate, die auf dem Balkan arbeiten, einflußreiche Freunde. Schmuggelringe, denen Verbindungen mit dem türkischen Staat nachgesagt werden, kontrollieren den Herointransport durch den Balkan, »in enger Zusammenarbeit mit anderen Gruppen, zu denen sie politische oder religiöse Bindungen haben«, wie kriminelle Gruppen in Albanien und im Kosovo (Turkish Daily News, 29. Januar 1997). In dieser neuen globalen Finanzwelt kultivieren mächtige verdeckte politische Lobbies, die mit der organisierten Kriminalität (OK) verbunden sind, Kontakte zu prominenten Politikern und Mitarbeitern von Militär- und Geheimdiensten.

Außerdem nutzen die Drogenhändler respektable Banken, um große Mengen Geld zu waschen. Während sie sich von den Schmuggeloperationen in bequemer Entfernung halten, verdienen Banken in der Türkei, aber vor allem Banken in den europäischen Finanzmetropolen diskret riesige Kommissionssummen in milliardenschweren Geldwäscheoperationen. Diese Kreise haben großes Interesse an einer sicheren Lieferung von Drogen zu den westeuropäischen Märkten.

Der Waffenschmuggel von Albanien nach Kosovo und Mazedonien begann Anfang 1992, als Sali Berishas Demokratische Partei in Albanien an die Macht kam. Eine expansive Schattenwirtschaft und grenzüberschreitender Handel entwickelten sich, so der Dreieckshandel von Öl, Waffen und Rauschgift - größtenteils als Resultat des internationalen Handelsembargos gegen Serbien und Montenegro und der griechischen Blockade gegen Mazedonien. Industrie und Landwirtschaft im Kosovo gingen nach der tödlichen »Wirtschaftsmedizin« des IWF Bankrott, die 1990 Belgrad aufgezwungen wurde. Jugoslawien wurde ein Embargo auferlegt, Albaner und Serben wurden in die Armut getrieben, und der daraus resultierende wirtschaftliche Zusammenbruch förderte den illegalen Handel. Im Kosovo stieg die Arbeitslosigkeit (nach westlichen Angaben) auf unglaubliche 70 Prozent. Darüberhinaus verschlimmerten Armut und wirtschaftlicher Zusammenbruch noch die schwelenden ethnischen Spannungen. Tausende arbeitslose Jugendliche aus einer verarmten Bevölkerung wurden in die Reihen der UCK rekrutiert (AP, 5. April 1999).

Im benachbarten Albanien, schafften die seit 1992 diktierten marktwirtschaftlichen Reformen Bedingungen, die die Kriminalisierung der staatlichen Institutionen förderten. Drogengelder wurden auch in den albanischen »Pyramiden« (spekulative Geldspiele) gewaschen, die während der Herrschaft des Präsidenten Sali Berisha (1992-1997) florierten. Diese dubiosen Investitionsfonds waren ein integraler Bestandteil der wirtschaftlichen Reformen, die Albanien von westlichen Kreditgebern angetan wurden. Drogenbarone im Kosovo, in Albanien und Mazedonien (mit Verbindungen zur italienischen Mafia) wurden die neuen ökonomischen Eliten, oft in Assoziierung mit westlichen Geschäftsinteressen. Die finanziellen Erträge des Drogenhandels wurden wiederum in anderen illegalen Aktivitäten umgesetzt (und umgekehrt), unter anderem im riesigen Prostitutionsgeschäft zwischen Albanien und Italien. »Albanische kriminelle Gruppen in Mailand sollen im Zuhältergeschäft so mächtig geworden sein, daß sie an Macht und Einfluß sogar die Kalabrier überflügeln.« (The Guardian, 25. März 1997) Die Anwendung von »starker Wirtschaftsmedizin« unter der Ägide der in Washington ansässigen Bretton Woods Institutionen (IWF und Weltbank) trugen zur Zerstörung des albanischen Bankensystems bei und führten die Wirtschaft an den Rand des Ruins. Das daraus resultierende Chaos half amerikanischen und europäischen transnationalen Konzernen, sich behutsam in Stellung zu bringen. Einige westliche Ölkonzerne, wie Occidental, Shell und British Petroleum hatten ihr Augenmerk bereits fest auf Albaniens reiche, aber unerschlossene Ölreserven gerichtet. Westliche Investoren blickten außerdem gierig auf Albaniens Vorräte an Chrom, Kupfer, Gold, Nickel und Platin... Die Adenauer-Stiftung betrieb im Hintergrund Lobbyarbeit für deutsche Bergbauinteressen.


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