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February 04 2014

Stop trying to make the web look 'beautiful' – I've forgotten it already

Facebook's new Paper app is all polished minimalism and white space, but a grittier reading experience can be more satisfying









January 23 2014

Das Problem mit Facebook [Astrodicticum Simplex]

Seit 2010 hat mein Blog auch eine eigene Facebook-Seite. Ich nutze das Potential dieser Seite sicherlich nicht so stark aus, wie es möglich wäre. Ich habe sie damals hauptsächlich deswegen eingerichtet, um erst mal nur zu schauen, was man mit Facebook überhaupt anstellen kann. Ich habe die Seite für die Leute eingerichtet, die Facebook als “Nachrichten”quelle nutzen und mit RSS-Feeds u.ä. nicht klar kommen. Bei Facebook ist ja mittlerweile schon fast jeder und vor allem auch Leute, die sonst eher wenig im Internet zu tun haben. Die Astrodicticum-Simplex-Facebookseite ist verlinkt daher alle Blog-Artikel um sie auch von Facebook aus sichtbar zu machen. Und ab und zu gibt es auch “exklusiven” Content, den ich direkt und ausschließlich auf der Facebookseite veröffentliche. Bis jetzt hat das eigentlich ganz gut funktioniert. Meine Seite hat derzeit knapp 3600 Likes, was nicht dramatisch viel ist aber angesichts des Themas auch nicht unbedingt wenig.

Mit Facebook ist man zumindest prinzipiell in der Lage, Informationen (und natürlich auch jeden beliebigen Unsinn) sehr schnell sehr weit zu verbreiten. Und ich habe den Einfluss durchaus in den Zugriffszahlen im Blog gemerkt. Aber Facebook hat sich verändert. Facebook gehört mittlerweile zu den einflussreichsten Seiten des Internets und zu den Communities mit den höchsten Mitgliederzahlen. Mit Facebook kann man jede Menge Dinge machen. Und Facebook ist kostenlos. Und wir all die Leistungen von Facebook kostenlos bekommen, dann folgt daraus natürlich, dass wir nicht die Kunden von Facebook sein können. Wir sind das Produkt mit dem Facebook sein Geld verdient.

Das ist keine sonderlich neue Erkenntnis – aber es wird langsam zum Problem. Vor ein paar Wochen hat Facebook wieder mal an seinem Filter-Algorithmus herum geschraubt. Denn man bekommt ja schon lange nicht mehr alle Nachrichten all seiner Freunde und all der Seiten denen man folgt zu sehen. Man bekommt das zu sehen, was Facebook für ausreichend relevant hält. Und es gibt zwei Möglichkeiten, wie man Relevanz erzeugen kann. Wenn ich eine Nachricht bei Facebook veröffentliche, dann kann ich entweder hoffen, dass möglichst viele Leute sie kommentieren, auf “Gefällt mir” klicken und sie weiterleiten. Dann wird der Algorithmus sie als relevant einstufen und sie mehr Leuten anzeigen. Oder aber man bezahlt. Man kann sich bei Facebook für seine Nachrichten die Aufmerksamkeit auch einfach kaufen. Je mehr man zahlt, desto mehr Leute werden die Nachricht sehen.

Auch das ist nicht neu und war schon früher so. Das hat ja auch zu den immer absurder werdenden Postings verschiedenster Firmen geführt, die einzig und allein darauf ausgelegt waren, Kommentare zu generieren. Da fragt dann zum Beispiel eine Fastfood-Kette “Hey! Zuerst den Burger essen oder zuerst die Pommes? Klickt auf “Gefällt mir”, wenn ihr die Pommes zuerst esst und teilt den Beitrag, wenn ihr den Burger zuerst esst”. Oder es gibt absurde Gewinnspiele der Form “Wer bei diesem Beitrag den letzten Kommentar schreibt, gewinnt ein iPhone!”. All das dient nur dazu, möglichst viel Aktivität zu generieren damit man im Aufmerksamkeitsalgorithmus von Facebook nach oben rutscht. (Ich hab vor kurzem einen schönen Artikel zu diesem Thema gelesen; mit noch mehr absurden Beispielen – aber mir fällt beim besten Willen nicht mehr ein, wo das war…)

Facebook richtet sich auch immer stärker nach Bildern aus. Wenn ich eine neue Nachricht schreibe, dann brauche ich das ohne zugehöriges Bild gar nicht mehr versuchen. Reiner Text wird gerade noch einer Handvoll Leute angezeigt. Früher war das noch anders; mittlerweile ist dieses Phänomen mehr als deutlich. In dieser Statistik meiner letzten Facebook-Beiträge ist der Unterschied zwischen Text und Text mit Bildern mehr als deutlich zu sehen!

facebook

Früher waren die Reichweite bei meinen Facebook-Beiträgen im Allgemeinen immer vierstellig. Es wurden zwar selten die vollen ~3500 Leute erreicht, die meiner Seite folgen aber um die 1500 waren es meistens und auch die reinen Textbeiträge haben noch ein paar hundert Leute erreicht. Jetzt sind es ~10 Leute bei Textbeiträgen und um die ~500 Leute bei Text mit Bildern (die beiden im Bild angezeigten Beiträge sind erfreuliche Ausnahmen – so hohe Zahlen hab ich mittlerweile höchstens ein bis zwei Mal pro Monat). Denn vor einiger Zeit hat Facebook nochmal kräftig am Algorithmus gedreht. Bezahlte Beiträge werden nun noch stärker bevorzugt als früher. Die “organische Reichweite” (also das, was man ohne Bezahlung erreichen kann) wird immer weiter sinken und wenn man Leute erreichen will, dann muss man dafür bezahlen.

Ich komme ja eigentlich nur deswegen auf dieses Thema, weil ich gerade ein Video von Veritasium gesehen habe, der genau die gleichen Erfahrungen gemacht hat wie ich und das Problem darin sehr gut beschreibt:

Ich bin nicht bereit, dafür zu bezahlen, dass meine Beiträge angezeigt werden. Mir ist zwar klar, dass man im Internet nichts umsonst bekommt und das man entweder mit Geld bezahlt – oder eben wie bei Facebook mit seinen Daten oder seinen Klicks. Aber wenn Facebook wirklich zu einer reinen Werbeplattform verkommt, in der nur noch das sichtbar ist, was Firmen mit ihrem Geld sichtbar gemacht haben, dann wird sich das Problem vermutlich sowieso bald lösen und Facebook langsam aber sicher verschwinden. Oder auch nicht; vielleicht stört es die Leute ja auch nicht so sehr wie ich annehmen…

Vorerst werde ich meine Facebook-Seite weiter führen und auf die Zugriffszahlen achten. Wenn die organische Reichweite weiterhin so stark reduziert wird, dann werde ich das aber wohl irgendwann bleiben lassen…

Reposted by02mydafsoup-01phytx

January 08 2014

Is this white-van man the new Van Gogh?

Rick Minns began drawing on the side of his florist's delivery vehicle to pass the time. Now growing numbers of people are following his art on his Facebook site

Rick Minns drives a white van, but he likes it best when it's muddy. In just 10 minutes, he can turn a filthy door panel into a work of art. See the complicated shading of this girl and boy, holding hands as they walk into the darkness of heavily caked mud, clutching balloons as fluffy as clouds? Her diffidence, his confidence, the curl of her hair, the tilt of his hat: such detail, and all created by a bloke doodling with his finger on the side of his van. Actually, this piece took more like 15 to 20 minutes, he says. He calls his style "graffilthy".

Minns, 39, works on deliveries for a florist wholesaler in Bowthorpe, Norwich. Over the past few days, it is fair to say that Flowervision – run by Minns' brother – has become better known for Minns' artworks than its floristry. "I started doing it two or three years ago," he says. The estate where Flowervision kept its vans had "a problem with people taking catalytic converters. We were keen to have someone around to put people off. Obviously there's not much to do – just standing about. I started doodling on the vans and they turned into pictures."

He finds images online, or takes photographs, and then copies them into the mud using his finger or a cottonbud. Beside the pictures, he scrawls: "If you see this and smile, please let me know – Facebook Ruddy Muddy." In growing numbers, people are doing just that.

One of the advantages of painting on a van instead of indoors on canvas is that the paintings become more intricate depending on the weather. One landscape recently benefited from a hailstorm: suddenly Minns' moody sky was spattered with white dots, each one where a stone had struck. The best pictures are built over a number of days. "You leave it and then go back and lift a bit more mud out of certain places, leave it a couple more days and then lift it again." Different gradations of white then appear. In terms of weather, Minns says that this is "the best winter since I've started. The conditions have just been perfect. Wind and sun – keeps the mud on."

Perhaps every artist has a nemesis though, and in Minns' case it is the pressure washer. Flowervision owns one, and once a fortnight Minns and his fellow drivers must clean their vans. The girl and boy with the balloons will be gone by the end of the week. "Initially, I felt sad about washing off the pictures," he says. "But now I see it as an opportunity to do something new."


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Trace a line between the web, and your private life

People often tell me that I share a lot of things on the Web: it’s true. As weird as it seems to some people, I traced a line between my private life, and what I’m sharing online. It’s important in today’s world to trace a line between your personal life, and the web itself. With...


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Trace a line between the web, and your private life is a post on Out of Comfort Zone from Frédéric Harper

December 20 2013

Wie man Wissenschaftsnachrichten liest und warum Pressemitteilungen keine Wissenschaftsnachrichten sind [Astrodicticum Simplex]

Wenn man sich zu lange auf Facebook herum treibt, kann man manchmal ein wenig deprimiert werden. Dabei finde ich Facebook (und die ganzen anderen sozialen Medien) durchaus praktisch. Es ist eine wunderbare Möglichkeit um mit Menschen zu kommunizieren und eine noch viel bessere Methode, um Informationen zu verbreiten (und zu erhalten). Ein Klick, und ein Artikel, eine Nachricht, ein Video oder ein Bild ist sofort geteilt und weitergeleitet. Nachrichten können sich so sehr schnell sehr weit ausbreiten und von sehr vielen Menschen gesehen werden. Diese unkomplizierte Methode führt aber leider auch oft zu einer unkritischen Verbreitung von Nachrichten. Man liest vielleicht nur die coole Überschrift und schon klickt man auf “Teilen” ohne vorher überhaupt nachgesehen (oder gar darüber nachgedacht) zu haben, was man da eigentlich teilt.

So verbreiten sich Panik-Meldungen über Weltuntergang, Asteroidengefahr oder explodierende AKW-Brennstäbe durch das ganze Internet, obwohl sie nichts mit der Realität zu tun haben. So verbreiten sich höchst spekulative Pressemitteilungen, Werbeartikel die so tun als wären sie Nachrichten und so verbreitet sich auch ganz simpler Unsinn.

Über “Medienkompetenz” wurde ja schon oft genug diskutiert (und die klassischen Zeitungen sind in der Hinsicht selten unproblematischer; sie sind nur nicht so leicht zugänglich wie die Nachrichten im Internet). Aber eine schnelle Lösung für dieses Problem wird es nicht geben. So lange man nicht lernt, vorher über das nachzudenken, was man im Internet verbreitet, wird sich daran nichts ändern. Und der schnelle Klick auf “Teilen” wird weiterhin verlockend bleiben…

Joe Hansons von It’s okay to be smart hat dieses Thema in der aktuellen Folge seines Videoblogs behandelt und ihr solltet euch das auf jeden Fall ansehen:

Besonders die Sache mit den Pressemitteilungen ist wichtig! (Lest dazu auch noch den Artikel den Hansen geschrieben hat)

Pressemitteilungen sind eine durchaus relevante Informationsquelle. Aber man muss sich dabei eben bewusst sein, was Pressemitteilungen sind und was sie nicht sind. Sie sind keine wissenschaftliche Facharbeit. Sie sind keine objektiven Informationen. Sie sind PR für die Forschungseinrichtung und die beteiligten Wissenschaftler und dazu dazu, beide im besten Licht erscheinen zu lassen. Pressemitteilungen sind keine Wissenschaftsnachrichten. Das ist auch der Grund, warum ich mich schon vor einiger Zeit dazu entschieden habe, keine Artikel mehr über Themen zu verfassen, bei denen kein öffentlicher Zugang zu den Primärdaten besteht. Sehr oft wird von Forschungseinrichtungen eine Pressemitteilung zu einem Thema publiziert; der Zugriff auf den eigentlichen wissenschaftlichen Fachartikel aber bleibt auf zahlende Kundschaft des jeweiligen Verlags beschränkt. Aber man kann keinen vernünftigen Artikel nur auf Basis einer Pressemitteilung schreiben. Und die Leser können den Artikel nicht vernünftig beurteilen, wenn sie nicht auch Zugang zu den Informationen haben, auf denen der Artikel basiert. Deswegen schreibe ich hier im Blog nur über Forschungsergebnisse, die frei zugänglich sind.

Schlagzeilen am besten immer ignorieren!

Schlagzeilen am besten immer ignorieren!

Das heißt nicht, dass Pressemitteilungen böse, falsch oder sonst irgendwie bedenklich sind oder sein müssen. Sie sind eben nur keine Wissenschaftsnachrichten. Aber es ist bedenklich, dass viele Seiten im Internet genau solche Pressemitteilungen sammeln, sie neu formatieren und dann den Eindruck erwecken, es handle sich um echte wissenschaftliche Nachrichten (und dass so etwas auch bei den ScienceBlogs vorkommt macht mich auch nicht unbedingt glücklich). Denn damit wird in der Öffentlichkeit ein verzerrtes Bild der Wissenschaft erzeugt!

Also: Denkt nach, wenn ihr irgendwo auf Wissenschaftsnachrichten stoßt. Aber das gilt ja eigentlich sowieso immer bei den Medien. Denkt nach. Und glaubt nicht einfach alles, nur weil es irgendwo aufgeschrieben worden ist. Und denkt vor allem nach, wenn ihr Nachrichten selbst weiterverbreitet!

December 11 2013

Selfies of 2013 – the best, worst and most revealing

Don't pout, it's hard to deny that this has been a special year in the history of taking pictures of yourself using a mobile phone. With that in mind, we announce the Guardian selfie awards

This was the year that the selfie reached saturation point. Celebrities took them. Politicians took them, often – as with Obama this week – during the memorial services for other politicians. You're probably only half concentrating on this now, because you're too busy pouting into an iPhone in a dangerously unnatural position so that you can get both your haircut and cleavage into frame. Oxford Dictionaries named "selfie" as its word of the year. You've read so many faux-sociological rationalisation pieces about selfies that you reached a sort of codswallop event horizon. But who took the best selfies? Which selfies deserve to receive an entirely fictitious trophy? Ladies and gentlemen, here are the winners of the 2013 Guardian selfie awards.

Best selfie: Spaceman

People take selfies for two reasons: one is to say "Look! My hair isn't a total pile of bum today", and the other is to say: "I was here". You may as well not bother taking any more of the latter, because astronaut Luca Parmitano has you beat. When he takes selfies, they're of spacewalks. Behind him, the cold void of space. Reflected in his visor, Earth in all its shimmering glory. This is as good as a selfie will ever get. At least we can console ourselves with the fact that he's definitely doing a duckface inside his helmet. Definitely.

Most uncomfortably intimate pseudo-selfie: David Cameron

Technically, this isn't a David Cameron selfie. He doesn't do selfies, unless he's at Nelson Mandela's funeral and Barack Obama really wants him to. No, technically this is a pic of Cameron's sister-in-law Alice Sheffield. However, Cameron appears in the background, sleeping. And what did it teach us about Cameron? That he's very much a barefoot, fully clothed, over-the-sheets sleeper who likes to nap with his mouth locked into a perpetual yawn. And if that isn't reassuring to hear as a voter, then who knows what is?

Worst tattoo of an eye to be debuted on Instagram: Justin Bieber

One reason people don't get tattoos is because they're scared that one day they'll come to regret it. Justin Bieber has no such qualms. And why would he? After all, fashion is temporary, but massive, creepy, impractically placed tattoos of your mother's eye looming out at you above drawings of constipated-looking medieval knights in spiky armour are permanent.

Most revealing iPhone cover: Lena Dunham

You could sit a billion monkeys at a billion easels for a billion years, and none of them would ever come up with a more Lena Dunham-looking iPhone cover design than the one she unveiled on Instagram in May. A sort of pastel-coloured piece of fan-art based on Wes Anderson's third-best film, it couldn't represent her personality any more if it was made entirely out of broadsheet thinkpieces about gender and privilege. Congratulations, Lena!

Most iconic selfie: Kim Kardashian

When you think of 1945, chances are you think of the soldiers raising the American flag atop Mount Suribachi during the battle of Iwo Jima. When you think of 1989, you think of the lone man standing in front of the tanks in Tiananman Square. And now, when you think of 2013, you'll for ever think of Kim Kardashian taking a picture of her arse in a mirror. It's Marilyn Monroe's skirt blowing up. It's Muhammad Ali riddled with arrows on the cover of Esquire. But it's better than those, because it's about Kim Kardashian's bum. Don't try to fight it. That's just how history works.

Worst-advised attempt to copy Kim Kardashian's shtick: Geraldo Rivera

History may never get to the bottom of why Geraldo Rivera, the luxuriously moustached 70-year-old American journalist and author, chose to take a nearly nude photo of himself and publish it on Twitter this year. Perhaps it was the primal roar of an alpha male. Perhaps it was a challenge to all those younger journalists threatening to usurp him. Perhaps he just really, really wants to be Kim Kardashian. Either way, he did it. All we can do is be thankful that his towel wasn't half an inch lower.

Recognition of services to celebrity duckface: Helen Flanagan

Duckface – the exaggerated pout that selfie-takers wrongly adopt in an misguided bid to make themselves look more sexually attractive – has many advocates. But none of them are a patch on actor and semi-permanent Sidebar of Shame resident Helen Flanagan. Her Instagram account is a kaleidoscope of duckface. There's a very real chance that, at one tragic point in her life, the wind changed and now she's stuck like that. But even so, this award is well deserved.

Best selfie of someone who doesn't exist: Trevor, GTA 5

When they weren't murdering old ladies or screaming swearwords into their bluetooth headsets like a gang of murderous wasps, players of this year's Grand Theft Auto 5 could, if they chose to, make the game's characters take selfies on their iFruit phones. Many of them found their way online. This, in particular, is the perfect representation of the GTA experience, and for that it should be applauded.

Creepiest selfie: Japanese made-up girlfriend guy

It's always sad to reinforce a negative stereotype of an entire country, especially when that country is as flat-out wonderful as Japan. But then a man will paint the nails on one of his hands, feed himself food with it and take a selfie with the other hand to give the illusion that he has a girlfriend, and you'll feel all icked out. There's a chance that this is all just a comment on the fluid nature of veracity on the internet but, still, ick.

Best offspring selfie: Obama daughters

As Mandela Selfiegate has ably demonstrated, Obama hasn't quite got the hang of selfies yet. But his daughters Malia and Sasha? They're nothing short of world class. Look at them at Obama's inauguration this year. There's face-pulling, there's a sort of vaguely street peace sign, there's a complete and total lack of recently deceased figureheads for racial equality. It is textbook, and they deserve this award.

Worst rolemodel selfie: Rihanna and the loris

2013 wasn't just the year of the selfie. It was also the year of the dangerously inappropriate celebrity pet. First Bieber had his monkey, then Rihanna followed suit by posing on Instagram with a slow loris. Perhaps Rihanna didn't realise that the loris is a protected species, and that her photo would prompt a crackdown on Thailand's illegal slow loris trade, but now every young girl wants a loris for Christmas. They'll probably be extinct by Easter. And it'll all be your fault, Rihanna.

Least appropriate selfie: Bridge girl

The first rule of selfies is that there's a time and a place to take them. That time and place almost definitely isn't when a man is threatening to jump to his death from the Brooklyn Bridge. And yet that didn't stop one intrepid selfie devotee from doing exactly that earlier this month. It'd be hard to know what she was thinking when she took this, except it was almost definitely: "more duckface".

Most unexpected selfie: The Pope

At this point, we can all agree that Pope Francis is the coolest pontiff in history. He's humble, he's determined to force the Catholic church into accepting his model of social philanthropy and, boy, he knows how to take a badass selfie. Imagine the last pope looking so at ease had these youngsters packed around him and started leaning into frame. It's a truly horrible thought. And yet Pope Francis pulls it off perfectly. Perhaps one day he'll overstep the mark and skateboard to the Vatican listening to Skrillex on his Beats by Dr Dre headphones, but for now he's doing just fine.

Best action selfie: Kayleigh Hill

It's the final of the College World Series. Kayleigh and her friends put out a call to action on Twitter: "If everyone chips in to the $1,500 fine between me Emily and torrie, we will run on the field. Guys I actually really wanna." What happened next has already become selfie lore. Kayleigh tears on to the pitch and takes a series of incredible selfies as security bundles her to the floor. If it wasn't for that poxy astronaut, this would have easily been the selfie of the year.

Lifetime selfie achievement award: Mrpimpgoodgame

Mrpimpgoodgame, real name Benny Winfield Jr, declares himself as the "Leader of the selfie movement" on Instagram. It's not hard to see why. So far, Winfield has taken 291 selfies. They are all the same. In every single one he's holding the camera at exactly the same distance, and smiling exactly the same smile. Sometimes he'll be wearing a hat, or a nice pair of glasses, but mainly it's just his face, gazing back at us. When any of us take a selfie, we're really doing it for him.


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November 26 2013

10 bogus excuses people use when stealing photos from the internet

Further to my posting about news agencies being required to pay $1.2m to a freelance photographer for his pictures uploaded to Twitter, here are 10 bogus excuses that people use when they steal a photo from the internet.

They have been compiled by a Canadian photographer, Francis Vachon. I have edited them. Go to his site to read every detail.

1. There was no "copyright" logo or any other watermark on the photo

Copyrights exist by default. A photographer does not have to specify on the photo or the website that the photo is protected by copyright.

2. The photo is on the internet, therefore it is free to use

A picture does not magically fall into the public domain when it's uploaded. The photographer keeps the copyright (though the exact number of years vary from 50 to 70, depending on the country).

3. I found it on Google Image, therefore it is free to use

Google Image is not a free stock photo agency. Google does not own pictures.

4. It's on Facebook, and everything on Facebook is on public domain

No, as Facebook's terms of service say: "You own all of the content and information you post on Facebook."

5. But I won't make money off this photo. It's just for [my blog/personal website/my Facebook page]

Making money or not doesn't change a thing. It is still a copyright violation.

6. There was the photographer's [logo/name/email address] watermarked on the photo. If he put it there, it was so he can advertise his business when we share his photo, right?

No. Just… No…

7. This photo is not good looking enough or original enough to be protected by the copyright law.

Photograph a white paper sheet on a white table during a snow storm with your iPhone. This photo will be just as protected by copyright law as the last celebrity portrait by Annie Leibovitz.

8. I appear in this photo, therefore I can use it

This seems logical, but no. Legally, the photographer has the copyright on this photo because he took it.

9. I bylined the photographer. It's good advertising for him

Only the owner of the copyright can decide how the photo will be used.

10. Millions of people are doing it

An invalid argument. Unless, of course, you can point me out the article of law that tells exactly how many people doing something illegal is needed to make that act legal.

NB: Yes, I did seek permission from Francis Vachon to do this.


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November 18 2013

The vivid art of the colorizer

Is 'colorization' a trashy fad or a brilliant way to breathe new life into fading historic images?

A whole new artform, or wilful desecration? Bringing the past to life, or changing history? The jury's still out on colorization (sic): taking old black-and-white photographs of famous people or historical events and using Photoshop or something similar to transform them into colour pictures that, bar the trappings of the time – the haircuts, the frock-coats, the beards, Model T Fords and tin helmets – look like they could have been taken yesterday.

The effect is, at any rate, startling, and has spawned a popular Reddit group, ColorizedHistory, featuring the work of a dozen or so semi-professional colorizers, as well as a Facebook page, History in Color, with more than 30,000 likes. It is also going mainstream: last year Time magazine commissioned one colorizer, 23-year-old Swede Sanna Dullaway, to produce a gallery of colorized photographs of Abraham Lincoln.

Dullaway told the magazine she started colorizing a couple of years ago while listening to Rage Against the Machine's debut album, whose cover shows a celebrated Associated Press black-and-white picture of a self-immolating Vietnamese Buddhist monk. She wanted a way "to make the flames come alive" so colorized first them, then the whole picture. When she posted it on Reddit, it went viral.

Since then, Dullaway and fellow colorizers such as Jordan Lloyd and Dana Keller have colorized portraits of the likes of Albert Einstein, Charles Darwin, Audrey Hepburn and Elizabeth Taylor, as well as historical scenes of the Hindenburg disaster, British troops heading to France in 1939, and tests of the hydrogen bomb. The best, taking anything from one hour for a studio portrait to five for an outdoor scene, are both subtle and sophisticated, displaying a nuanced, layered and undeniably artistic use of colour that, as Time puts it, "maintains the photographic integrity of the originals" while showing what they might have looked like "had colour photography existed at the time".

Not everyone is convinced: some people argue forcefully that colorizing trashes both the original photo and the history it recorded. In an interview with Mashable, Keller, who has a background in graphic design and photography, said he "can see where they're coming from". But at its best, he said, colorizing can reconnect us with historic black-and-white pictures from which our modern eyes leave us feeling detached. Colour "establishes a renewed familiarity with the past", he said. "It can force us to instantly see an old photograph with a new perspective, and truly make it seem as if the past it portrays wasn't that long ago after all."


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June 28 2013

Türkischer Kommunikationsminister lobt Facebook für Zusammenarbeit während der Proteste

Wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Ajansı berichtet, sagte der Verkehrs- und Kommunikationsminister Binali Yildrim am Mittwoch, dass die türkische Regierung verschiedene soziale Netzwerke, darunter Facebook und Twitter, in Zusammenhang mit den Protesten kontaktiert hat.

We did not see a positive attitude [from Twitter] but Facebook has been working in harmony with the Turkish authorities for a long time. [...] We don’t have any problem with them.

Diese Aussage führte zu Spekulationen darüber, ob Facebook den Regierungsbehörden Daten von Demonstrierenden ausgehändigt hat. Facebook dementierte dies noch am selben Tag:

Facebook has not provided user data to Turkish authorities in response to government requests relating to the protests. More generally, we reject all government data requests from Turkish authorities and push them to formal legal channels unless it appears that there is an immediate threat to life or a child, which has been the case in only a small fraction of the requests we have received. We are concerned about legislative proposals that might purport to require Internet companies to provide user information to Turkish law enforcement authorities more frequently. We will be meeting with representatives of the Turkish government when they visit Silicon Valley this week, and we intend to communicate our strong concerns about these proposals directly at that time.

Laut Reuters forderte Yildirim am Mittwoch ebenfalls, dass Twitter ein Büro in der Türkei eröffnen soll – es müsse direkte Ansprechpartner geben. Twitter antwortete nicht auf diese Aussage.

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June 24 2013

Facebook verschenkt sechs Millionen Telefonnummern und Mailadressen

Facebook musste am Wochenende bekannt geben, dass nicht nur die NSA Zugriff auf Kontaktdaten in den Nutzerprofilen hatte, sondern auch andere, die diese Daten ebenfalls nicht sehen sollten. Aber keine Panik, sagt Facebook, es betraf nur ca. sechs Millionen Nutzer, darunter offensichtlich eine ganze Menge Menschen, die ich kenne. Diese haben alle eine Entschuldigungsmail von Facebook erhalten. Und es handelte sich auch nur um bestimmte sensible Informationen, wie nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Telefonnummern und Mailadressen.

Hier ein Auszug aus der Entschuldigungsmail:

Deine Privatsphäre ist für uns bei Facebook sehr wichtig und wir tun unser Bestes, um deine Informationen zu schützen. Viele unserer Mitarbeiter konzentrieren sich darauf, Fehler zu verhindern oder zu beheben, bevor sie jemanden beeinträchtigen. Dennoch haben wir vor Kurzem dieses Ziel nicht erreicht und ein technischer Fehler hat dazu geführt, dass eine andere Person Zugriff auf deine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse hatte. Der Fehler war in seinem Umfang begrenzt und es haben wahrscheinlich nur Personen, die du bereits außerhalb von Facebook kennst, deine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer sehen können.

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June 21 2013

Netzpolitischer Wochenrückblick: KW 25

Die wichtigsten netzpolitischen Themen der Woche im Überblick:

  • Geheimdienst-Experte: Kanzleramt und Innenminister waren über NSA-Überwachung “sehr genau unterrichtet”

Bundeskanzleramt und Bundesinnenminister müssen von der massiven Internet-Überwachung der NSA gewusst haben. [Zum Artikel]

  • Britischer Nachrichtendienst soll Kommunikation ausländischer Politiker bei G20-Gipfel abgefangen haben

The Guardian berichtete am Sonntag, dass das britische Government Communications Headquarters (GCHQ), ein Nachrichten- und Sicherheitsdienst, beim G20-Gipfel 2009 in London die Telekommunikation der angereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer überwachte. [Zum Artikel]

  • PRISM: Facebook, Microsoft und Apple geben Zahlen zu NSA-Anfragen bekannt

Die drei amerikanischen Unternehmen Facebook, Microsoft und Apple haben in den letzten Tagen erste Zahlen veröffentlicht, wie viele Anfragen sie von amerikanischen Behörden, darunter der NSA, erhalten haben, um Daten an diese zu liefern. [Zum Artikel]

  • NSA-Chef möchte Immunität für Unternehmen die ihnen Daten bereitstellen

Der Direktor der NSA Keith Alexander steht zur Zeit bereits wegen der Spionagetätigkeiten rund um PRISM in der Kritik. Und sein neuester Vorstoß wird sicherlich zumindest auf Seiten von Netzaktivisten und Datenschützern nicht positiv aufgenommen werden. [Zum Artikel]

  • USA und Russland wollen Informationen über Hacker-Angriffe teilen

Das Rote Telefon war eine ständige Fernschreiberverbindung zwischen der Sowjetunion und den USA und wurde aufgrund der Erfahrungen aus der Kubakrise 1962 eingerichtet – es sollte Missverständnisse verhindern, die schlimmstenfalls einen Atomkrieg hätten auslösen können. Nun soll das Rote Telefon zu einem weiteren Zweck genutzt werden: [Zum Artikel]

  • Neue Dokumente beweisen: Auslandsgeheimdienste wie die NSA können nicht demokratisch kontrolliert werden

Die NSA überwacht und speichert die weltweite Kommunikation ganz ohne echte richterliche oder gar öffentliche Kontrolle. [Zum Artikel]

  • Aaron’s Law: Reform des Computer Fraud and Abuse Acts

Der Netzaktivist Aaron Swartz hat sich Anfang des Jahres das Leben genommen. [Zum Artikel]

  • Viele Baustellen im Transatlantischen Freihandelsabkommen TAFTA: Auch Big Data und Zugriff durch die NSA

Am Donnerstag brichteten wir über das Wechselspiel von Technologie-Firmen im Silicon Valley und amerikanischen Geheimdiensten. Denn das Silicon Valley hat genau das, was NSA, FBI und CIA brauchen: Zugang zu möglichst vielen Daten. [Zum Artikel]

  • USA: Google, Microsoft und Facebook bezahlen Internetprovider für schnelleren Internetzugang

Das Thema Netzneutralität ist keineswegs neu und doch ist es in Deutschland zur Zeit heiß diskutiert. [Zum Artikel]

  • Erschreckende Statistik: Geheimdienste und Polizei nutzen Stasi-Akten, auch amerikanische Behörden wie die NSA

Verschiedene Geheimdienste aus Deutschland und der ganzen Welt haben Stasi-Unterlagen angefordert und verwendet. [Zum Artikel]

  • Texas: Polizei braucht richterliche Anordnung um Mails zu überwachen

n Texas wurde nun das Gesetz HB 2268 erlassen, demnach dürfen Strafverfolgungsbehörden nicht mehr ohne richterliche Anordnung auf Mails zugreifen und diese überwachen. [Zum Artikel]

  • Türkei: Justiz durchsucht rückwirkend soziale Netzwerke nach Straftaten

In den letzten Tagen kam es immer wieder zu landesweiten Razzien in der Türkei bei denen mehr als 100 Personen festgenommen wurden, wie beispielsweise die tageschau berichtet. [Zum Artikel]

  • Metrolaut-Spezial aus Istanbul

Der Metronaut ist derzeit in Istanbul und berichtet von den Protesten dort, u.a. im Podcastformat “Metrolaut” von John F. Nebel und Kalle Kornblum. [Zum Artikel]

  • UK: Internetprovider führen Pornographiefilter für alle Anschlüsse ein

Ab 2014 sollen alle Internetanschlüsse in Großbritannien mit voreingestelltem Pornographiefilter bereitgestellt werden. [Zum Artikel]

  • Vietnam: Dritter regimekritischer Blogger innerhalb eines Monats verhaftet

Nachdem Ende Mai Truong Duy Nhat wegen “Missbrauch demokratischer Freiheiten gegen das Staatsinteresse” in Vietnam verhaftet wurde und letzte Woche Pham Viet Dao, dem der gleiche Vorwurf gemacht wird, wurde nun ein dritter Blogger verhaftet, Dinh Nhat Uy. [Zum Artikel]

  • RAP NEWS 19: Whistleblower featuring Edward Snowden

Rap News haben in Folge 19 den Prism-Skandal aufgearbeitet:

Habt ein schönes Wochenende!

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June 20 2013

Wirtschaft und Geheimdienste: Silicon Valley und die NSA sind im selben Business – dem deiner persönlichen Daten

Internet-Firmen und Geheimdienste sind mittlerweile im selben Business: der Sammlung, Analyse und Nutzung großer Mengen persönlicher Daten. Der einzige Unterschied: Geheimdienste wollen Informationen, Firmen einfach nur Geld. Die New York Times hat jetzt ein paar Beispiele ausgegraben, darunter sind auch wieder die an PRISM beteiligten Firmen Facebook und Skype.

Skypes “Projekt Schach”

Skype hat ein eigenes geheimes Programm: “Projekt Schach”. Damit erkunden sie rechtliche und technische Fragen, wie man Skype-Gespräche für Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden möglichst leicht zugänglich machen kann. Weniger als ein Dutzend Menschen in der Firma wissen davon. “Projekt Schach” gibt es demnach seit circa fünf Jahren, also noch eh Skype an eBay verkauft wurde und lange bevor es an Microsoft verkauft wurde. Während Skype vor vielen Jahren noch öffentlich gesagt hat, dass seine Gespräche nicht abgehört werden können, will Microsoft das heute nicht mehr bestätigen.

(Wie oft Skype Nutzerdaten herausgibt, wollte auch der Digitale Gesellschaft schon von dem Konzern wissen.)

Solche kleinen, geheimen Teams, die eigene Daten leichter mit der NSA austauschen wollen, gibt es in immer mehr Firmen, so anonyme Informanten gegenüber dem Blatt. Einerseits werden die Unternehmen unter Druck gesetzt zu kooperieren, andererseits wollen sie den Prozess selbst kontrollieren.

Von Facebook zur NSA

Max Kelly, bis 2010 Chief Security Officer von Facebook und dort für die Sicherheit der Daten zuständig, ist vom blauen Giganten direkt zu einer anderen großen Institution gewechselt, die große Datenmengen verwaltet und analysiert: der NSA.

Diese Art Wechsel und Zusammenspiel zwischen Internet-Firmen und Geheimdiensten werden immer häufiger. Ray Wang von Constellation Research sagte dem Blatt:

Wir sind alle in diesen Geschäftsmodellen um “Big Data”. Es gibt jetzt eine Menge an Verbindungen, weil die Daten-Wissenschaftler und die Leute, die diese Systeme bauen, eine Menge gemeinsamer Interessen haben.

Und diese Zusammenarbeit wird nur noch enger, weil die Datenmengen weiter wachsen. Dan Auerbach von der Electronic Frontier Foundation sagt:

Wir haben einen Wendepunkt erreicht, an dem der Wert, Nutzer-Daten zu haben größer wurde als die Kosten zur Speicherung. Jetzt haben wir einen Anreiz, sie für immer zu speichern.

Erst letzte Woche berichteten wir, das “tausende” Firmen Daten an Geheimdienste geben.

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USA: Google, Microsoft und Facebook bezahlen Internetprovider für schnelleren Internetzugang

Das Thema Netzneutralität ist keineswegs neu und doch ist es in Deutschland zur Zeit heiß diskutiert. Grund sind die Ankündigungen der Deutschen Telekom ab dem Jahr 2016 die Internetgeschwindigkeit ab einem gewissen Volumen, das vom Kunden verbraucht wurde, zu drosseln, bestimmte Dienste gegen Zahlung aber von dieser Drosselung auszunehmen. Dieses Vorgehen verstößt gegen die Netzneutralität, da es den Unternehmen die zu einer Zahlung bereit sind einen Wettbewerbsvorteil gegen andere Unternehmen verschafft, welche keine Zahlungen an die Deutsche Telekom leisten (ein aktuelles Video zu dem Thema findet hier). Solche Zahlungen von Unternehmen an die Internetprovider scheinen jedoch in den USA schon seit Längerem bewährte Praxis zu sein, wie das Wall Street Journal berichtet.

Verschiedene große Internetunternehmen, darunter Google, Microsoft und Facebook, sollen demnach regelmäßig Zahlungen an die amerikanischen Internetprovider überweisen um einen schnellen Zugang zu ihren Internetdiensten zu gewährleisten. Unternehmen die schnelle Verbindungen zu ihren Diensten haben wollen sind scheinbar auf diese Zahlungen angewiesen, wie auch das Beispiel Netflix zeigt:

Netflix Inc.,though, has held out—so far. For a year it has been trying to directly connect specialized technology to the networks of broadband providers as a way to improve the quality of its video streaming, avoiding the stops and sputters common to Web video. But some of the biggest U.S. cable and phone companies have asked Netflix to pay for that access.


Nach Meinung der Federal Communications Commission (FCC) ist diese Praxis in den USA dabei keineswegs illegal. Wichtig hierfür sei, dass die “letzte Meile”, also das letzte Stück der Internetleitung von den Provider zu den Nutzern, durch jene Zahlung unangetastet bliebe. Die Unternehmen würde einzig für eine direkte Anbindung ihrer Server an die jeweiligen Provider zahlen, was nach Ansicht der FCC auch die Netzneutralität verstößt.

Once inside the broadband providers’ networks, however, all content faces the same traffic travails along the last miles of pipe connected to homes.

Dennoch scheint die FCC Bedenken zu haben, besonders kleinere Start-Ups zu benachteiligen:

If broadband access providers require payment from Web publishers, the FCC warned in a court filing last fall, it will “increase barriers to entry of new services and would make it more difficult to attract the necessary financing for startup Internet ventures. The next Google or Facebook might never begin,” the commission said in the filing, responding to a pending Verizon lawsuit that challenges the regulator’s “open Internet” rules.

Die großen Internetprovider in den USA sehen ebenfalls nicht anstößiges in den Zahlungen. Sie berufen sich darauf, dass sie die Einzigen seien die die Kosten für den Netzausbau tragen würden. Die Unternehmen daran zu beteiligen sei nur fair. Besonders da der gesamte Traffic im Internet immer weiter zunimmt, besonders durch das Streamen von Videos. So gibt einerseits Cisco an, dass sich bis zum Jahr 2017 die Übertragungsmenge von Videos verdoppeln werde. Und andererseits sagt der Internetprovider Comcast, dass sie jedes Jahr einen Zuwachs von 55% an Traffic in ihren Leitungen verzeichnen würden.

Über die Höhe der Zahlungen gibt es keine genauen Informationen. Comcast gibt lediglich an jährlich insgesamt 25 bis 30 Millionen US-Doller von den Unternehmen zu erhalten. Time Warner Cable spricht nur von einem zweistelligen Millionenbetrag. Keines der Unternehmen, weder Diensteanbieter noch Internetprovider, waren zu einer Stellungnahme bereit.

Ob diese Zahlungen tatsächlich notwendig sind um den Betrieb großer Internetdienste wie Youtube zu gewährleisten lässt sich von außen nicht beurteilen. Microsoft gibt jedoch an, auf die Zahlungen angewiesen zu sein:

If Microsoft stopped paying Comcast “tomorrow,” said a person familiar with the matter, its Web performance would “go downhill and the pages wouldn’t load as fast.”

Die Frage ist wie man aus diesem Dilemma herauskommt. Solange die großen Unternehmen bereit sind zu Zahlen und die Provider die Zahlungen dankend annehmend wird sich sicherlich nicht so schnell etwas ändern. Es sind einfach diese großen Unternehmen die den Markt beherrschen. Und solange auch kleinere Dienste nicht komplett vom Internet abgeschnitten werden oder schlicht nicht mehr nutzbar sind, werden auch diese sich nicht beschweren. Vielleicht muss es erst zum großen Knall kommen bis die Politik reagiert.

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June 19 2013

Türkei: Justiz durchsucht rückwirkend soziale Netzwerke nach Straftaten

In den letzten Tagen kam es immer wieder zu landesweiten Razzien in der Türkei bei denen mehr als 100 Personen festgenommen wurden, wie beispielsweise die tageschau berichtet. Bei den Festgenommenen handelt es sich vornehmlich um mutmaßliche Unterstützer der Proteste. Grundlage dieser Razzien ist die rückwirkende Durchsuchung von Twitter- und Facebook-Einträgen der letzten drei Wochen, wie Innenminister Muammer Güler sagte. Gleichzeitig kündigte das türkische Justizministerium an, ein Gesetz zur strikteren Überwachung sozialer Netzwerke ausarbeiten zu wollen.

Erschreckend ist, dass bereits der Aufruf zu den Protesten rund um den Istanbuler Taksim-Platz von den Behörden als Straftat gewertet wird. Wenn nun die Twitter- und Facebook-Einträge der letzten drei Wochen nach Straftaten und der Anstiftung zu Straftaten durchsucht werden, ist davon auszugehen, dass eine enorme Zahl an “Tätern” entdeckt wird.

Der türkische Präsident Abdullah Gül befürwortete ein neues Gesetz zur Regulierung und Überwachung sozialer Netzwerke. Er warnte aber gleichzeitig den demokratischen Rahmen nicht zu sprengen und sich an der Rechtslage in der EU zu orientieren. So wird er von Hürriyet Daily News wie folgt zitiert:

For sure, these [regulations] should never lag behind the jurisdiction of European law in developed democracies, which we are aspiring to. Our criteria, our standards on this issue, our democratic legal standards; we are still making a lot of reforms. I’m sure that it [launching of reforms] will be restarted

Im weiteren Verlauf des Artikels wird allerdings klar, dass es Gül vorrangig nur um das Bild der Türkei in der Welt und weniger um die Recht der türkischen Bürger geht. Mit Blick auf die Protestanten der letzten Woche und seine Sorge diesen könnten das Ansehen der Türkei beschädigen, sagte Gül:

You make efforts to create this image [of Turkey] over 10 years, but you can destroy it in a week

Die Frage ist, ob es dafür nicht schon längst zu spät ist. Die Bilder der Proteste im Gezi-Park und auf dem Taksim-Platz gingen um die Welt und stellten die türkischen Sicherheits nicht unbedingt in ein gutes Licht. Und auch Ministerpräsident Erdogan hat mit einigen seiner Aussagen für mehr als nur Verwunderung gesorgt. Fraglich ist ebenso, wie die nachträgliche Durchsuchung von Social Media Einträgen oder die generelle Einführung eines schärferen Gesetzes zur Überwachung und Regulierung dieser Platformen das Ansehen der Türkei heben sollen.

Wer sich rückwirkend noch ein paar Impressionen der Proteste aus der Luft anschauen möchte, dem sei dieses Video ans Herz gelegt. Die Bilder wurden von einer Drohne aufgenommen, welche kurze Zeit später von der türkischen Polizei abgeschossen wurde, welche einen guten Überblick über das Ausmaß der Proteste ermöglicht.

Footage from the RC drone that was shot down by police [HD] from Jenk K on Vimeo.

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June 17 2013

PRISM: Facebook, Microsoft und Apple geben Zahlen zu NSA-Anfragen bekannt

Die drei amerikanischen Unternehmen Facebook, Microsoft und Apple haben in den letzten Tagen erste Zahlen veröffentlicht, wie viele Anfragen sie von amerikanischen Behörden, darunter der NSA, erhalten haben, um Daten an diese zu liefern. Gemessen an den jeweiligen Nutzer- bzw. Kundenzahlen der Konzerne wirken die Anfragen dabei geradezu gering. So schreibt Facebook in seiner offiziellen Stellungnahme:

For the six months ending December 31, 2012, the total number of user-data requests Facebook received from any and all government entities in the U.S. (including local, state, and federal, and including criminal and national security-related requests) – was between 9,000 and 10,000.[...] The total number of Facebook user accounts for which data was requested pursuant to the entirety of those 9-10 thousand requests was between 18,000 and 19,000 accounts.

Gemessen an den 1,1 Milliarden Nutzern die Facebook weltweit hat, erscheint die Zahl verschwindend gering. Und auch Microsoft nennt Zahlen in einer ähnlichen Region:

For the six months ended December 31, 2012, Microsoft received between 6,000 and 7,000 criminal and national security warrants, subpoenas and orders affecting between 31,000 and 32,000 consumer accounts from U.S. governmental entities (including local, state and federal).

Und laut eigener Pressemitteilung erhält Apple die wenigsten Anfragen:

From December 1, 2012 to May 31, 2013, Apple received between 4,000 and 5,000 requests from U.S. law enforcement for customer data. Between 9,000 and 10,000 accounts or devices were specified in those requests, which came from federal, state and local authorities and included both criminal investigations and national security matters.

Das Problem an diesen Zahlen: niemand außer den Unternehmen weiß wie sie sich genau zusammensetzen. Den Unternehmen ist es nämlich verboten genaue Aufschlüsselungen der Anfragen zu veröffentlichen. Die Zahlen zeigen also keineswegs ein genaues Bild wie viele Anfragen die NSA an die Unternehmen gestellt hat sondern sie zeigen lediglich die Anzahl aller Anfragen jeglicher Behörden. Facebook gibt die große Bandbreite an Anfragen wie folgt an:

from things like a local sheriff trying to find a missing child, to a federal marshal tracking a fugitive, to a police department investigating an assault, to a national security official investigating a terrorist threat

Aus diesem Grund kritisiert auch Google die drei Unternehmen. Google sagt eine solche Vermengung von Zahlen sei für den Nutzer “ein Schritt zurück”. Google fordert daher die amerikanische Regierung auf, es den Unternehmen zu gestatten detaillierte Zahlen veröffentlichen zu dürfen:

Our request to the government is clear: to be able to publish aggregate numbers of national security requests, including FISA disclosures, separately.

Rückendeckung bekommt Google in diesem Fall von Twitter. So schreibt Benjamin Lee, Twitters Chefjurist, auf Twitter:

We agree with @google: It’s important to be able to publish numbers of national security requests—including FISA disclosures—separately.

Auffallend ist bei beiden Statements die Formulierung “including FISA disclosure”. Möglicherweise legen diese nahe, dass in den veröffentlichen Zahlen der Unternehmen die Anfragen der FISA eben noch gar nicht enthalten sind. Was eine Erklärung für die vermeintlich wenigen Anfragen seien könnte. An wahrscheinlich verliert diese Vermutung allerdings daran, dass Microsoft in seiner Pressemitteilung explizit erwähnt auch FISA Anfragen veröffentlicht zu haben.

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June 14 2013

Facebook devient Facebook | affordance.info

Facebook devient #Facebook | affordance.info
http://affordance.typepad.com//mon_weblog/2013/06/facebook-devient-facebook.html

12 Juin 2013. Facebook annonce l'adoption du #hashtag au sein de son service. On va faire court.

Primo, cela doit nous remettre en mémoire qu'au-delà des arcanes de l'#algorithmie opaque de ces environnements numériques, le « clé » organisationnelle des usages repose et reposera toujours sur un vieux machin inventé par les bibliothèques il y a de cela environ 4 siècles : l'#indexation.
http://www.enssib.fr/bibliotheque-numerique/document-1750

Deuxio, Frédéric Cavazza explique parfaitement les enjeux et logiques publicitaires qui sous-tendent cette adoption.
http://www.mediassociaux.fr/2013/06/13/facebook-lance-ses-hashtags-pour-reconquerir-les-annonceurs-et-augment

Tertio, les hashtags, sont pour un type qui a effectué sa thèse sur les liens #hypertextes (= moi http://tel.archives-ouvertes.fr/tel-00006260 ), avec feu les rétroliens (trackbacks), des objets d'étude absolument passionnants et fascinants (si, si). La preuve, pour piger à la fois l'intérêt des hashtags et les raisons pour lesquelles Facebook s'y intéresse, le mieux est encore de relire ce vieux texte que j'avais commis en 2010 sur le sujet.
http://affordance.typepad.com/mon_weblog/2010/03/culture-documentaire-et-folksonomies.html

Voir aussi : http://seenthis.net/messages/147650

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PRISM: Google und Microsoft liefern deutschen Ministerien “mehr offene Fragen als Antworten”

Die Firmen, auf deren Rechner der amerikanische Geheimdienst PRISM “direkten Zugriff” hatte, wussten davon nichts. Das gaben deutsche Vertreter von Google und Microsoft auf einem “Krisengespäch” von Justiz- und Wirtschafts-Ministerien an. Auch das Innenministerium hat Fragen an die Firmen und schickt einen Brief.

Die FDP-geführten Justiz- und Wirtschafts-Ministerien haben heute ein “Krisengespäch zur Sicherheit von Daten deutscher Nutzer in den USA” veranstaltet. Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Wirtschaftsminister Philipp Rösler wollten von Google, Microsoft, eco und Bitkom wissen, was PRISM ist und wer davon betroffen ist. Das wenig überraschende Ergebnis:

„Es hat keine konkreten Antworten unserer jetzt hier anwesenden Gesprächspartner über das Programm PRISM gegeben, weil sie davon nicht Kenntnis hatten”, sagte Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im Anschluss an das Treffen. Somit bleiben „mehr offene Fragen als Antworten“, stellte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Otto fest.

Stefan Krempl berichtet auf heise online, dass die Firmen “total überrascht” waren.

Das CSU-geführte Innenministerium hat am Dienstag zwei Briefe an die amerikanische Botschaft und die beteiligten Firmen geschickt, in denen sie mal offiziel anfragen, wie viele Deutsche von PRISM betroffen sind:

Schreiben an Yahoo, Microsoft, Google, Facebook, Skype, AOL, Apple und Youtube

1. Arbeitet Ihr Unternehmen mit den US-Behörden im Zusammenhang mit dem Programm PRISM zusammen?
2. Sind im Rahmen dieser Zusammenarbeit auch Daten deutscher Nutzer betroffen?
3. Welche Kategorien von Daten werden den US-Behörden zur Verfügung gestellt?
4. In welcher Jurisdiktion befinden sich die dabei involvierten Server?
5. In welcher Form erfolgt die Übermittlung der Daten an die US-Behörden?
6. Auf welcher Rechtsgrundlage erfolgt die Übermittlung der Daten deutscher Nutzer an die US-Behörden?
7. Gab es Fälle, in denen Ihr Unternehmen die Übermittlung von Daten deutscher Nutzer abgelehnt hat? Wenn ja, aus welchen Gründen?
8. Laut Medienberichten sind außerdem sog. “Special Requests” Bestandteil der Anfragen der US-Sicherheitsbehörden. Wurden solche, deutsche Nutzer betreffende “Special Requests” an Ihr Unternehmen gerichtet und wenn ja, was war deren Gegenstand?

Schreiben an die US-Botschaft

1. Betreiben US-Behörden ein Programm oder Computersystem mit dem Namen PRISM oder vergleichbare Programme oder Systeme?
2. Welche Datenarten (Bestandsdaten, Verbindungsdaten, Inhaltsdaten) werden durch PRISM oder vergleichbare Programme erhoben oder verarbeitet?
3. Werden ausschließlich personenbezogene Daten von nicht US-amerikanischen Telekommunikationsteilnehmern erhoben oder verarbeitet bzw. werden auch personenbezogene Daten US-amerikanischer Telekommunikationsteilnehmer erhoben oder verarbeitet, die mit deutschen Anschlüssen kommunizieren?

Bezug nach Deutschland

4. Werden mit PRISM oder vergleichbaren Programmen personenbezogene Daten deutscher Staatsangehöriger oder sich in Deutschland aufhaltender Personen erhoben oder verarbeitet?
5. Werden Daten mit PRISM oder vergleichbaren Programmen auch auf deutschem Boden erhoben oder verarbeitet?
6. Werden Daten von Unternehmen mit Sitz in Deutschland für PRISM oder von vergleichbaren Programmen erhoben oder verarbeitet?
7. Werden Daten von Tochterunternehmen US-amerikanischer Unternehmen mit Sitz in Deutschland für PRISM oder von vergleichbaren Programmen erhoben oder verarbeitet?
8. Gibt es Absprachen mit Unternehmen mit Sitz in Deutschland, dass diese Daten für PRISM zur Verfügung stellen? Falls ja, inwieweit sind Daten von Unternehmen mit Sitz in Deutschland im Rahmen von PRISM oder vergleichbaren Programmen an US-Behörden übermittelt worden?
9. Auf welcher Grundlage im US-amerikanischen Recht basiert die im Rahmen von PRISM oder vergleichbaren Programmen erfolgende Erhebung und Verarbeitung von Daten?
10. Geschieht die Erhebung und Nutzung personenbezogener Daten im Rahmen von PRISM oder vergleichbaren Programmen aufgrund richterlicher Anordnung?
11. Welche Rechtsschutzmöglichkeiten haben Deutsche, deren personenbezogene Daten im Rahmen von PRISM oder vergleichbarer Programme erhoben oder verarbeitet worden sind?

Boundless Informant

12. Betreiben US-Behörden ein Analyseverfahren “Boundless Informant” oder vergleichbare Analyseverfahren?
13. Welche Kommunikationsdaten werden von “Boundless Informant” oder vergleichbaren Analyseverfahren verarbeitet?
14. Welche Analysen werden von “Boundless Informant” oder vergleichbaren Analy-severfahren ermöglicht?
15. Werden durch “Boundless Informant” oder vergleichbare Analyseverfahren personenbezogene Daten von deutschen Grundrechtsträgern erhoben oder verarbeitet?
16. Werden durch “Boundless Informant” oder vergleichbare Analyseverfahren personenbezogene Daten in Deutschland erhoben oder verarbeitet?

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June 12 2013

Google will Zahlen zu Anfragen der NSA veröffentlichen dürfen

Anfang Juni wurde eine Beschwerde von Google angelehnt, 19 sogenannte National Security Letter (NSL) nicht beantworten zu wollen bzw modifizieren zu können. Mithilfe der NSL kann das FBI ohne richterlichen Beschluss Zugriff auf Kundendaten fordern und die betroffenen Unternehmen dürfen nicht darüber berichten. Gestern veröffentlichte Google einen offenen Brief an Justizminister Eric Holder sowie den Direktor des FBI, Robert Mueller. Darin fordert David Drummond, Leiter der Rechtsabteilung von Google, dass es dem Konzern erlaubt sein sollte in seinen Transparenzberichten aggregierte Zahlen über NSL sowie Anfragen nach dem Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA) veröffentlichen zu dürfen. Eine Veröffentlichung würde zeigen, dass Google auf weitaus weniger Anfragen eingeht als gestellt werden: “Transparency here will likewise serve the public interest without harming national security.”

Auch Facebook und Microsoft unterstützen die Forderungen von Google, Facebook ruft alle Regierungen dazu auf, Programme zum Schutz der Gesellschaft transparenter zu machen.

We would welcome the opportunity to provide a transparency report that allows us to share with those who use Facebook around the world a complete picture of the government requests we receive, and how we respond. We urge the United States government to help make that possible by allowing companies to include information about the size and scope of national security requests we receive, and look forward to publishing a report that includes that information.

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June 11 2013

USA: Beamte lesen Facebook-Nachrichten von Einreisenden

Wer in die USA einreisen möchte muss anscheinend darauf achten, welche Details er vorab über Facebook kommuniziert. In dem konkreten Fall scheint einer jungen deutschen Frau die Einreise verweigert worden zu sein, da US-Beamte ihre persönlichen Nachricht bei Facebook gelesen haben und in diesen unliebsame Details gefunden haben.

Wie die “Westdeutsche Allgemeine Zeitung” berichtet wollte die 18-Jährige Jana nach ihrem Abitur als Au-Pair in die USA. Sie organisierte dabei alles selbst und fand eine Familie bei der sie wohnen konnte und die ihr ein kleines Taschengeld zahlte. Als Gegenleistung kümmerte sich die junge Frau um die Kinder der Familie. Die Kommunikation im Vorfeld der Reise fand dabei häufig über Facebook statt, wo sie sich mit dem Vater der Familie private Nachrichten schickte.

Nachdem die junge Frau in den USA gelandet war, wurde sie aber sehr schnell von Beamten der US-Einwanderungsbehörde abgeführt und zu den Gründen ihrer Einreise befragt. Sie antwortete wir zuvor mit dem Gastvater abgesprochen, dass sie Freunde ihrer Familie besuchen wolle. Die Beamten haben ihr aber nicht geglaubt – und sie hatten ihr Gründe:.

Schließlich legten die Beamten der verdutzten Jana einen Ausdruck der gesamte Facebook-Korrespondenz mit ihrem Gast-Vater vor. Ihr Vorwurf: Die junge Frau wolle illegal in den Staaten arbeiten. Die Behörden hatten Janas private Nachrichten im ­Sozialen Netzwerk Facebook ­offenbar über Wochen mitgelesen. Einreisen durfte Jana nicht. Der nächste Flieger brachte die 18-Jährige zurück nach Deutschland.

Sicherlich muss eingewandt werden, dass die 18-Jährige zu großem Teil selbst Schuld ist, dass sie nicht in die USA einreisen durfte. So scheint die Frau kein gültiges Visum für ihren Aufenthalt beantragt zu haben und war sich ihres illegalen Handelns durchaus bewusst, wie die abgesprochene Geschichte zeigt. Das generelle Verhalten der Beamten, die 18-Jährige nicht einreisen zu lassen, scheint also korrekt. Dennoch gibt aber die Art und Weise zu denken, zeigt sie doch auf, dass amerikanische Beamte anscheinend Zugriff auf sämtliche privaten Facebook-Nachrichten haben und deren Inhalt auch direkt gegen Personen verwenden.

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