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January 23 2014

Das Problem mit Facebook [Astrodicticum Simplex]

Seit 2010 hat mein Blog auch eine eigene Facebook-Seite. Ich nutze das Potential dieser Seite sicherlich nicht so stark aus, wie es möglich wäre. Ich habe sie damals hauptsächlich deswegen eingerichtet, um erst mal nur zu schauen, was man mit Facebook überhaupt anstellen kann. Ich habe die Seite für die Leute eingerichtet, die Facebook als “Nachrichten”quelle nutzen und mit RSS-Feeds u.ä. nicht klar kommen. Bei Facebook ist ja mittlerweile schon fast jeder und vor allem auch Leute, die sonst eher wenig im Internet zu tun haben. Die Astrodicticum-Simplex-Facebookseite ist verlinkt daher alle Blog-Artikel um sie auch von Facebook aus sichtbar zu machen. Und ab und zu gibt es auch “exklusiven” Content, den ich direkt und ausschließlich auf der Facebookseite veröffentliche. Bis jetzt hat das eigentlich ganz gut funktioniert. Meine Seite hat derzeit knapp 3600 Likes, was nicht dramatisch viel ist aber angesichts des Themas auch nicht unbedingt wenig.

Mit Facebook ist man zumindest prinzipiell in der Lage, Informationen (und natürlich auch jeden beliebigen Unsinn) sehr schnell sehr weit zu verbreiten. Und ich habe den Einfluss durchaus in den Zugriffszahlen im Blog gemerkt. Aber Facebook hat sich verändert. Facebook gehört mittlerweile zu den einflussreichsten Seiten des Internets und zu den Communities mit den höchsten Mitgliederzahlen. Mit Facebook kann man jede Menge Dinge machen. Und Facebook ist kostenlos. Und wir all die Leistungen von Facebook kostenlos bekommen, dann folgt daraus natürlich, dass wir nicht die Kunden von Facebook sein können. Wir sind das Produkt mit dem Facebook sein Geld verdient.

Das ist keine sonderlich neue Erkenntnis – aber es wird langsam zum Problem. Vor ein paar Wochen hat Facebook wieder mal an seinem Filter-Algorithmus herum geschraubt. Denn man bekommt ja schon lange nicht mehr alle Nachrichten all seiner Freunde und all der Seiten denen man folgt zu sehen. Man bekommt das zu sehen, was Facebook für ausreichend relevant hält. Und es gibt zwei Möglichkeiten, wie man Relevanz erzeugen kann. Wenn ich eine Nachricht bei Facebook veröffentliche, dann kann ich entweder hoffen, dass möglichst viele Leute sie kommentieren, auf “Gefällt mir” klicken und sie weiterleiten. Dann wird der Algorithmus sie als relevant einstufen und sie mehr Leuten anzeigen. Oder aber man bezahlt. Man kann sich bei Facebook für seine Nachrichten die Aufmerksamkeit auch einfach kaufen. Je mehr man zahlt, desto mehr Leute werden die Nachricht sehen.

Auch das ist nicht neu und war schon früher so. Das hat ja auch zu den immer absurder werdenden Postings verschiedenster Firmen geführt, die einzig und allein darauf ausgelegt waren, Kommentare zu generieren. Da fragt dann zum Beispiel eine Fastfood-Kette “Hey! Zuerst den Burger essen oder zuerst die Pommes? Klickt auf “Gefällt mir”, wenn ihr die Pommes zuerst esst und teilt den Beitrag, wenn ihr den Burger zuerst esst”. Oder es gibt absurde Gewinnspiele der Form “Wer bei diesem Beitrag den letzten Kommentar schreibt, gewinnt ein iPhone!”. All das dient nur dazu, möglichst viel Aktivität zu generieren damit man im Aufmerksamkeitsalgorithmus von Facebook nach oben rutscht. (Ich hab vor kurzem einen schönen Artikel zu diesem Thema gelesen; mit noch mehr absurden Beispielen – aber mir fällt beim besten Willen nicht mehr ein, wo das war…)

Facebook richtet sich auch immer stärker nach Bildern aus. Wenn ich eine neue Nachricht schreibe, dann brauche ich das ohne zugehöriges Bild gar nicht mehr versuchen. Reiner Text wird gerade noch einer Handvoll Leute angezeigt. Früher war das noch anders; mittlerweile ist dieses Phänomen mehr als deutlich. In dieser Statistik meiner letzten Facebook-Beiträge ist der Unterschied zwischen Text und Text mit Bildern mehr als deutlich zu sehen!

facebook

Früher waren die Reichweite bei meinen Facebook-Beiträgen im Allgemeinen immer vierstellig. Es wurden zwar selten die vollen ~3500 Leute erreicht, die meiner Seite folgen aber um die 1500 waren es meistens und auch die reinen Textbeiträge haben noch ein paar hundert Leute erreicht. Jetzt sind es ~10 Leute bei Textbeiträgen und um die ~500 Leute bei Text mit Bildern (die beiden im Bild angezeigten Beiträge sind erfreuliche Ausnahmen – so hohe Zahlen hab ich mittlerweile höchstens ein bis zwei Mal pro Monat). Denn vor einiger Zeit hat Facebook nochmal kräftig am Algorithmus gedreht. Bezahlte Beiträge werden nun noch stärker bevorzugt als früher. Die “organische Reichweite” (also das, was man ohne Bezahlung erreichen kann) wird immer weiter sinken und wenn man Leute erreichen will, dann muss man dafür bezahlen.

Ich komme ja eigentlich nur deswegen auf dieses Thema, weil ich gerade ein Video von Veritasium gesehen habe, der genau die gleichen Erfahrungen gemacht hat wie ich und das Problem darin sehr gut beschreibt:

Ich bin nicht bereit, dafür zu bezahlen, dass meine Beiträge angezeigt werden. Mir ist zwar klar, dass man im Internet nichts umsonst bekommt und das man entweder mit Geld bezahlt – oder eben wie bei Facebook mit seinen Daten oder seinen Klicks. Aber wenn Facebook wirklich zu einer reinen Werbeplattform verkommt, in der nur noch das sichtbar ist, was Firmen mit ihrem Geld sichtbar gemacht haben, dann wird sich das Problem vermutlich sowieso bald lösen und Facebook langsam aber sicher verschwinden. Oder auch nicht; vielleicht stört es die Leute ja auch nicht so sehr wie ich annehmen…

Vorerst werde ich meine Facebook-Seite weiter führen und auf die Zugriffszahlen achten. Wenn die organische Reichweite weiterhin so stark reduziert wird, dann werde ich das aber wohl irgendwann bleiben lassen…

Reposted by02mydafsoup-01phytx

January 09 2014

Nivea und die Biologie [ErklärFix]

…eine Geschichte voller Missverständnissen. Vor langer Zeit habe ich mich einmal über eine TV-Werbung von Nivea aufgeregt. Eine Creme für Frauen über 40, eine neue von geschätzten 2346821 auf dem Markt. (@pulegon konnte sich noch daran erinnern!) Damals waren die kreativen Köpfe der Nivea-Werbe-Abteilung der Meinung, man könne auf den hippen DNA-Trend aufspringen. Dabei haben sie im Rahmen der unvermeidbaren Vereinfachung aber mal eben die Zellen der Frau ab 40 zu Bakterien deklariert. Guckt Ihr hier. Das war 2009, geändert hat sich an der Qualifikation der Markting-Abteilung scheinbar wenig.
In der aktuellen Werbung einer wieder neuen Hautcreme für Frauen älteren Alters geht man wieder “wissenschaftlich” vor und illustriert, wie toll die Creme für die Zellen ist, wieder stark vereinfacht, ist ja klar.

Das Bild ganz oben kommt dann dabei raus.

Dieses Mal sind die Hautzellen nicht mehr (durch den beginnenden Prozeß der Verwesung?) durch Bakterien ersetzt worden, wie damals. Nein, dieses Mal sind es schon pflanzliche Zellen! Evolutionär macht die Frau, oder ihre Haut, also bei Nivea schon einen großen Schritt!

Aber tierische Zellen haben nicht solche dicken gar keine Zellwände! Das da oben ist die schematische, klassische Darstellung einer pflanzlichen Zelle!

Wer unbedingt möchte, kann sich das ganze noch mal hier auf Youtube angucken.

In der Werbung ist Zeit Geld, jede Sekunde TV-Werbung kostet viel Geld. Entsprechend kann so ein Spot natürlich nicht immer vollkommen wissenschaftlich korrekt sein, man muss es vereinfachen und nur Kernelemente in den Fokus rücken. Vollkommen klar.

Aber dennoch rege ich mich darüber auf. Muss man derart falsches Wissen verbreiten?
Würde, rein hypothetisch, eine Firma Jürgen Klopp mit einem Schalke Logo auf dem Hemd in einer Werbung zeigen, würden (derzeit) viele motzen und diese Firma mit einem Shitstorm ihre Meinung sagen.
Aber wenn Nivea Bakterien- oder Pflanzenzellen nimmt, um Haut zu illustrieren? Juckt nicht, stört nicht. Alles das gleiche, was soll die Haarspalterei?
Ich bin gespannt, ob und was man bei Nivea dazu sagt…

September 06 2013

Die Top 5 Wahlwerbespots aller Zeiten [WeiterGen]

Für mich sind Bundestags- Landtags- und Europawahlen immer großes Kino, das im manischen hin-und herschalten zwischen den Fernsehkanälen gipfelt, in denen ab 18:00 Uhr -nach schließen der Wahllokale – die ersten Prognosen, und dann die Hochrechnungen verkündet werden.

Aber schon in den Wochen vor der Wahl wird die Spannung für das große Ereignis durch die allabendlich an prominenter Stelle ausgestrahlten Wahlwerbespots aufgebaut. Die Qualität der Wahlwerbung der unterschiedlichen Partien ist, gelinde gesagt, inhomogen. Je nach Budget und beauftragter PR-Agentur sind die Spots gut gemacht, nichtssagend, liebenswert-dilletantisch oder nicht zum Aushalten.

Dieses Jahr wurde die FDP mit ihrem Spot ja bereits mit Spot und Häme überzogen. Wie bei den Liberalen war im Werbevideo der NPD und in der Werbung für Quark einer finnischen Agentur die gleiche fahrradfahrende Familie zu sehen. Viel Potential zum Fremdschämen haben auch Spots von Spartenparteien aus den neunziger Jahren. Einige dieser Perlen sind auf Youtube zu finden und hier verlinkt. Mangelhafte Qualität der Videos bitte ich zu entschuldigen:

Klar ist, die Wahlwerbespots dienen der Orientierung der Wähler; sie sollen die politischen Botschaften und Pläne der Parteien verständlich erklären. Ganz unabhängig von der Qualität der Wahlwerbung ist die hier eingebundene Rede des MdB Karl-Heinz Stiegler in ihrer programmatischen Aussagekraft und Deutlichkeit jedoch weiter unübertroffen. Ein wahrer Meilenstein deutscher Politik und Vorbild für Generationen Politiker.

Eigentlich sind Wahlwerbespots im Fernsehen aber ein Atavismus. Längst bestimmen die Wähler anhand von Umfragetools wie dem Wahl-O-Mat welche Partei den eigenen, vorgefertigten Meinungen am nächsten kommt. Was vordergründig für Wähler entweder eine nette Spielerei ist, oder nützliche Hilfe bei der Orientierung in der Parteienlandschaft bietet, liefert den Machern (für den Wahl-O-Mat ist die Bundeszentral für politische Bildung verantwortlich) interessante statistische Daten über die politischen Meinungen und Ansichten der Nutzer.

Der Wahl-O-Mat ist das bekannteste Tool zum Abgleich der eigenen Einstellungen mit jener der Parteien. Es gibt jedoch auch Alternativen: Der Parteinavi der Uni Konstanz erlaubt eine differenziertere Meinungsäußerung, der Bundeswahlkompass, an dem die Uni Bamberg beteiligt ist, formuliert die Fragen besser. Bei mir kamen alle drei übrigens zu jeweils ähnlichen Wahlempfehlungen.

July 27 2013

July 14 2013

Gute Bücher im Urlaub




(Gefunden bei designstroy.tumblr.com)

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July 10 2013

Werbung fürs Bücherlesen











(Gefunden bei www.brainpickings.org)

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July 09 2013

Es ist dein Achselgeruch




(Gefunden bei klappersacks.tumblr.com)

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Tags: Werbung

July 07 2013

Johnny Pineapple





(Gefunden bei newhousebooks.tumblr.com)

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Tags: Werbung

June 27 2013

Dradio Wissen: Ist Adblock Plus ein Produkt der Werbeindustrie?

Gestern berichtete Nicolas über einen Artikel von Sascha Pallenberg, in dem dieser behauptet dass die beliebte Browser-Erweiterung Adblock Plus ein Produkt der Werbeindustrie sei und als Erpressungwerkzeug gegen Webseiten genutzt werde. Auch Michael Gessat nimmt sich dieses Themas in der heutigen Webschau von DRadio Wissen an: “Mafia-Verhalten im Werbenetzwerk”.

Werbung im Internet polarisiert: Die einen sind auf sie angewiesen, die anderen entziehen sich ihr mit Werbeblockern, zum Beispiel mit Adblock Plus. Diesem Instrument wirft der Blogger Sascha Pallenberg nun aber vor, ein mafiöses Werbenetzwerk zu sein: Adblock Plus scheint eng mit Werbetreibenden zusammen zu arbeiten.

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

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June 26 2013

Adblock Plus: Ein Produkt der Werbeindustrie?

AdblockPlus-Organigram-605x605
Adblock Plus ist mit angeblich über 200 Millionen Downloads und 15 Millionen täglichen Nutzern eine der erfolgreichsten und meistgenutzten Browser-Erweiterungen auf dem Markt – für Firefox sowie für Googles Internetbrowser Chrome. Die Erweiterung dient dazu, Werbung auf Webseiten auszublenden. In einem ausführlichen Artikel auf mobilegeeks.de fügt Sascha Pallenberg dem Image von Adblock Plus einige tiefe Kratzer hinzu. Er behauptet unter anderem, dass die Browser-Erweiterung ein Produkt der Werbeindustrie sei und sie als Erpressungwerkzeug gegen Webseiten genutzt werde.

Insbesondere die Verstrickung der Mitarbeiter der Eyos GmbH, welche seit einiger Zeit für die Entwicklung von Adblock Plus zuständig ist, in ein Netzwerk aus verschiedenen Werbeplattformen, scheint auf Grund der Funktion von Adblock Plus ein wenig dubios.

Hinter diesem System stehen offenbar Programmierer bzw. eine Firma, die anscheinend seit laengerer Zeit von einem Mann finanziert wird, der gleichzeitig massiv in Werbefirmen investiert. In Werbefirmen, deren Vermarktungskonzept zufaellig exakt auf die von Adblock Plus “akzeptierten” Werbeformate zugeschnitten ist. Ein Mann, der andererseits – zumindest indirekt – mit Firmen wie Binlayer zusammenarbeitet, die den Einsatz eines Adblockers fuer viele Menschen erst noetig gemacht haben. Und so existiert es dann doch, das sagenumwobene Perpetuum mobile – Tim Schumacher hat es erfunden und keiner hat’s gemerkt.

Das vielleicht größte Problem ist, das Adblock Plus nahezu eine Monopolstellung im Bereich des Adblockings im Browser besitzt. Als Alternative für Firefox kann die Erweiterung Adblock Edge genannt werden, welche vor einiger aus Adblock Plus entstanden ist. Für Chrome gibt es das Addon Adblock. Wer ein bisschen tiefer in die Trickkiste greifen möchte und auch vor technischen Spielereien nicht zurückschreckt, dem sei ein Blick auf das systemweite Blockieren von Werbung mitteils Eintrag in die hosts-Datei nahe gelegt. Wer ein Smartphone mit Android samt Rootzugriff besitzt kann auf die Lösung AdAway zurückgreifen.

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June 14 2013

Agip




(Gefunden bei mudwerks.tumblr.com)

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Tags: Werbung

June 09 2013

Ruhiger fliegen mit Esso (1957)




(Gefunden bei flickr/paulmalon)

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Tags: Werbung

June 07 2013

June 04 2013

May 31 2013

Anregung





(Gefunden bei newhousebooks.tumblr.com)

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Tags: Werbung

May 30 2013

Die Socken sind wieder da!





(Gefunden bei newhousebooks.tumblr.com)

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Tags: Werbung

May 27 2013

Komplett automatisch




(Gefunden bei klappersacks.tumblr.com)

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Tags: Werbung

April 21 2013

Brandschutz für Babysitter





(Gefunden bei designstroy.tumblr.com)

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April 19 2013

Urlaub auf der Krim





(Gefunden bei ddr-and-soviet-romanticizing.tumblr.com)

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Tags: Reisen Werbung
Reposted by02mydafsoup-01 02mydafsoup-01

April 16 2013

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